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Von Günther, Kirstein & Wendler zu Messedruck Leipzig

1906 beginnt die Geschichte der heutigen Messedruck Leipzig mit der Gründung der »graphischen Druckanstalt« Günther, Kirstein & Wendler. In jener Zeit der sich entwickelnden Buchkunstbewegung bedient der neu gegründete Betrieb andere Nachfragen als die großen Leipziger Druckereien wie Brockhaus, Spamer und Offizin Drugulin.

1910 wird »Günther, Kirstein & Wendler« anlässlich der Weltausstellung erstmals ein »Diplom d’Honneur« und vier Jahre später die höchste Auszeichnung der Bugra Weltausstellung – der Königlich-Sächsische Staatspreis – verliehen.

1933 übernimmt Herbert Günther den Betrieb. Den Zweiten Weltkrieg übersteht die Druckerei weitgehend unbeschadet; die politischen Folgen hingegen nicht. Die zu leistenden Reparationszahlungen bringen die Demontage jeder zweiten Maschine mit sich.

1967 übernimmt nach dem Tod von Herbert Günther dessen Ehefrau Doris die Firmenleitung.

1972 wird das bis zu diesem Zeitpunkt noch privat geführte Unternehmen in Volkseigentum überführt, wobei es Doris Günther gestattet wird, ihrem ehemaligen Betrieb weiterhin als Betriebsdirektorin vorzustehen. Der bis dahin unter der Firma Günther, Kirstein & Wendler geführte Betrieb wird in Messedruck Leipzig umbenannt.

1990, mit der Deutschen Einheit, stellt Frau Günther als eine der ersten ehemaligen Privateigentümer einen Antrag auf Rückgabe der Druckerei. Noch im selben Jahr erfolgt die Reprivatisierung und damit die Überführung des Betriebes in die heutige Messedruck Leipzig.

2001 veräußert Doris Günther im Alter von 82 Jahren ihr erfolgreiches Unternehmen als eine der modernsten Leipziger Druckereien mit 65 Mitarbeitern an die Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

2002 fusioniert Messedruck mit der ebenfalls zur FAZ gehörenden Jütte Druck und firmiert in Jütte-Messedruck Leipzig um. Das fusionierte Unternehmen bezieht den mit Hilfe der Verlagsgruppe FAZ errichteten Neubau am Standort Leipzig-Heiterblick. 

2007 veräußert die Verlagsgruppe FAZ Jütte-Messedruck Leipzig an das Leipziger Traditionsunternehmen Offizin Andersen Nexö Leipzig. Mit der Rückbenennung in Messedruck Leipzig unterstreicht das Haus seine langjährig gewachsene Kernkompetenz in der Komplettherstellung von Fach- und Kundenzeitschriften für anspruchsvolle Partner aus Verlag und Industrie.

2009 übernimmt Messedruck von der Gundlach-Gruppe den renommierten Kollegenbetrieb Gebr. Klingenberg Buchkunst Leipzig GmbH, der am Standort Leipzig-Baalsdorf hochqualitative Zeitschriften, Bücher, Akzidenzien und Kalender herstellt. 

2010 wird Klingenberg mit Messedruck verschmolzen. Gleichzeitig werden beide Betriebe am Standort Leipzig-Baalsdorf in einem 9000 m² großen Gebäude zusammengeführt.