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INHALT: Ein äußerst praktisches Gerät +++ Sieben Fragen an: Kerstin Meier +++ Vertrauensvolle Partnerschaft: Antalis +++ Cineastischer Seismograph +++++++++

Kamera an Board

In diesem Sommer stand Messedruck im Rampenlicht. Ein Fernsehteam des MDR war zu Besuch und präsentierte ein äußerst praktisches Gerät

Ende Juli waren bei Messedruck die Medien los. Ein Team des MDR kam an einem heißen Sommertag nach Baalsdorf, um dort eine neue Erfindung des Schweizer Ingenieurs Roger Stauffer mit der Kamera festzuhalten. Denn der hatte gemeinsam mit seinem Bruder eine integrierte Ladehilfe für einen Kastenwagen erfunden. Sie kannten das mühsame Schleppen und Laden schwerer Maschinenteile und Apparate aus eigener Erfahrung und konstruierten daraufhin ein Ladesystem, das ohne Änderungen am Fahrzeug insbesondere bei Kleintransportern eingesetzt werden kann. Hubiboy heißt der stählerne Arm, der der menschlichen Muskelkraft tüchtig unter die Arme greift und für ein Unternehmen wie Messedruck eine wirkliche Arbeitserleichterung darstellen würde. Denn 15.000 Bögen Papier werden hier pro Stunde gedruckt und an insgesamt 350 Kunden geliefert. Dass das einiges wiegt, wissen die Mitarbeiter der bekannten Leipziger Druckerei nur zu gut. Auch der Logistiker Andreas Schuhmann: „Das geht tüchtig auf die Knochen, wenn ich alles von Hand ablade“, sagt er. Bis zu 500 Kilogramm Papier bringt er mehrmals am Tag zu verschiedenen Kunden. Diese schwere Ladung muss dann ausgeladen und verstaut werden. Der Hubiboy kann gerade beim Anliefern solch großer Papiermengen behilflich sein.

Einmal pro Woche stellt der MDR in seiner Sendung „Einfach genial“ neue Erfindungen vor, die das Leben leichter machen. Am 31. August wurde in der Sendung das Thema „Sicherer Transport“ genauer beleuchtet. Wie kann ich Lasten aller Art transportieren, ohne dass Mensch oder Natur dabei zu Schaden kommen? Dieser Frage nachgehend wurde in Zusammenarbeit mit der Druckerei Messedruck der Hubiboy vorgestellt. Das Ladesystem besteht aus einer Ladebrücke, einer Hydraulik, einem Hebezug sowie einer Steuerung zum Heben und Senken der Fracht. Beim Be- und Entladen von Fahrzeugen mit schweren Waren ist man somit nicht mehr auf Gabelstapler, Hebebühne oder Laderampen angewiesen. Diese extra leichte technische Konstruktion, mit einem Eigengewicht von nur 125 Kilogramm, kann in jeden kastenförmigen Transporter eingebaut werden. Viel leichtes Aluminium und nur wenig schweren Stahl verwendeten die Entwickler, um ein möglichst großes Gewicht mithilfe moderner Technik von A nach B zu bewegen. Bis zu 600 Kilogramm kann der Lastarm tragen, der mit robusten Haken ausgestattet ist, um die Ware sicher zu transportieren.

Knapp fünf Minuten lang flimmerte der Beitrag über hiesige Bildschirme, doch in der Realität wurde viel mehr Zeit benötigt. Acht Stunden lang waren Redakteure, Kameraleute und Technikexperten vor Ort. Auch wenn im Fernsehen am Ende alles immer so leicht aussieht, wurden Szenen mehrmals wiederholt. „Das ist ganz schön harte Arbeit“, erinnert sich Andreas Kaufmann an den 30. Juli. „Und man muss richtig mitspielen, damit die Handlung für den Zuschauer am Ende klar ersichtlich wird“, fügt er hinzu. Wie für Andreas Kaufmann war es für alle anderen Messedruck-Mitarbeiter eine interessante Erfahrung. Den Hubiboy hätten sie am liebsten gleich behalten. Derzeit wird über eine Investition nachgedacht. Denn die Arbeit in der Druckerei kann ein derlei praktisches Gerät nur erleichtern.

Sieben Fragen an: KERSTIN MEIER

Seit 2004 ist Kerstin Meier Vertriebsleiterin der Messedruck Leipzig GmbH. Doch schon vorher war sie im Druckereibetrieb zuhause. Seit 1989 arbeitete die diplomierte Wirtschaftsingenieurin bei Klingenberg als Kundenberaterin. Heute hält die zweifache Mutter die Stricke des Unternehmens fest in der Hand.

Reden wir über Ihren Job. Wie hat es Sie zur schwarzen Kunst verschlagen?

Bücher haben mich immer fasziniert – nicht nur die Herstellung, sondern auch die Technik, mit der ein Druckerzeugnis hergestellt wird. Da spielt nicht nur die verlegerische Arbeit eine Rolle, sondern auch das eingespielte Team von Vorstufe, Druck und Verarbeitung.

Was gehört genau zu Ihren Aufgaben?

Der Kundenberater ist das wichtigste Bindeglied zwischen allen Partnern. Die Vertriebsleiterin aber agiert teilweise als Schiedsrichter zwischen dem Verkaufsteam und der Technik im Sinne des Kunden. Meine Aufgabe besteht hauptsächlich darin, wirtschaftlich zu handeln, zu motivieren und zu vermitteln. Das ist wunderbar.

Gab es berufliche Alternativen?

In der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen, hatte ich zuerst den Wunsch, Lehrerin oder Automechanikerin zu werden. Später wollte ich dann Musik studieren, belegte jedoch beim Instrumental Casting, damals nannte man das noch Vorspielen, nur einen dritten Platz. An die Situation erinnere ich mich oft, wenn wir bei Ausschreibungen die Zweiten sind, gut, aber einfach nicht die Besten.

Welchen Menschen würden Sie gerne einmal begegnen?

Rosa Luxemburg zum Beispiel oder Orson Welles. Sie repräsentieren für mich Mut und Genialität. Das bewundere ich.

Was sind Ihre liebsten Printprodukte?

Meine liebsten Printprodukte sind Reportagen und Informationen aller Art, so wie die „PM Biografie“ und „PM History“. Da ist kein Zeitschriftenstand vor mir sicher, sobald die neuen Ausgaben erschienen sind. Auch Bücher zu diesem Thema stehen in meinem Bücherregal. Aber natürlich schaue ich mir auch jedes Printerzeugnis aus unserem Haus selbst an und verschaffe mir nicht nur ein Bild über die Qualität, sondern auch über den Auftraggeber.

Welches Buch liegt bei Ihnen aktuell zum Lesen bereit?

Momentan „Das Bilderbuch für Manager“, ein Titel mit Augenzwinkern, das aber inhaltlich sehr nachdenklich hinsichtlich der Zukunft der Wirtschaft und ihrer Veränderungen macht.

Was würden Sie in der Branche verändern?

Viel, zum Beispiel dass wir Drucker mehr zusammenarbeiten, uns arrangieren und ergänzen. Gemeinsam können wir mehr erreichen.

Ganz persönlich, verraten Sie uns Ihre Hobbys?

Hobbys sind Dinge, die man gern tut, das ist einfach so. Meine Arbeit mit den Kollegen, den Lieferanten und vor allem mit den Kunden – jeden Tag eine neue und schöne Herausforderung –, ist in erster Linie mein Hobby.

Vertrauensvolle Partnerschaft

Seit mehr als fünf Jahren beliefert die Firma Antalis die Druckerei Messedruck mit Papier – die Grundlage des gedruckten Lesevergnügens

Qualität ist eine Frage des Teamgeists. So bedarf auch Messedruck zuverlässiger und kompetenter Partner, um die Wünsche seiner Kunden adäquat und zeitnah zu erfüllen. Besonders wichtig ist dabei die Versorgung mit Papier und anderen bedruckbaren Werkstoffen. In diesem Bereich verlässt sich Messedruck seit Jahren auf die Dienste der Antalis GmbH.

„Als europaweit führender ’business to business‘-Anbieter für Kommunikationsmedien in den Bereichen Papier, Verpackungen und Werbeträger haben wir einiges auf Lager“, sagt Thomas Wuttke, Antalis-Salesmanager Print für den Standort Landsberg. Dort steht das Regionallager, von dem aus Klienten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin beliefert werden. „Es ist mit unseren kompetenten Mitarbeitern optimal auf die Bedürfnisse unserer regionalen Kunden zugeschnitten“, so Thomas Wuttke.

Die Zahlen sprechen für sich. Der französische Konzern Antalis beschäftigt weltweit 6.900 Mitarbeiter in 51 Ländern und bedient dabei über 230.000 Kunden mit mehr als 2,3 Millionen Tonnen Papier pro Jahr. In Deutschland bietet das Unternehmen 470 Menschen Arbeitsplätze in Vertrieb, Verwaltung und Logistik und betreut so 12.000 Kunden. Hauptabnehmer sind dabei vor allem Druckereien. Antalis kauft die Produkte bei Papierfabriken, lagert sie an den Regionalstandorten zwischen und reicht sie dann termingenau an seine Kunden weiter. Bundesweit fährt der eigene Fuhrpark täglich über 1.600 Lieferungen aus. „Unser Ziel ist es, die gewünschten Papierqualitäten in den entsprechenden Mengen vorrätig zu haben“, erläutert Wuttke. Das Sortiment ist dabei mit 12.000 verschiedenen Papier-, Karton- und Umschlagqualitäten äußerst vielfältig. Das verkaufte Papier wird fast ausschließlich von europäischen Herstellern bezogen.

Antalis sieht sich gut auf die veränderten Marktbedingungen in der Printmedienkrise eingestellt, wie Thomas Wuttke berichtet: „Natürlich sind die Veränderungen der Papierbranche allgegenwärtig, aber wir stellen uns gut auf die Erfordernisse des regionalen Marktes ein und erweitern ständig unser Sortiment.“ Die Partnerschaft mit Messedruck ist für Wuttke sehr wichtig: „Uns verbindet eine langjährige konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Der Erfolg von Messedruck beruht auf der optimalen Bedienung seiner Kunden, und wir sind als Papierlieferant ein wichtiges Glied in der Kette.“

Ein Kompliment, das Dietmar Brauchle, Leiter des Einkaufs bei Messedruck, gern zurückgibt: „Ich kann nur Gutes über Antalis sagen. Wir schätzen sie als einen unserer wichtigsten Lieferanten und haben die Zusammenarbeit über Jahre hinweg ausgebaut.“ Mittlerweile werden jährlich mehrere tausend Tonnen Papier abgenommen, die vor allem aus der Papierfabrik Nordland stammen. Brauchle weist abschließend auf einen besonderen Vorteil der Partnerschaft mit Antalis hin: „Wir schätzen vor allem den regionalen Vorteil mit dem Standort Landsberg ganz in unserer Nähe.“

www.antalis.de

Cineastischer Seismograph

Die Filmkunstmesse feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Messedruck unterstützt das wichtige Leipziger Kulturevent

Zum vierten Mal unterstützt Messedruck bereits die Filmkunstmesse, das europaweit einzigartige Kulturereignis. Seit zehn Jahren treffen sich hier Experten der Filmbranche, um sich auszutauschen und dem Kinopublikum das Gegenwartskino zu präsentieren. Rund um Filmvorführungen, Diskussionsrunden und Seminare ist seit 2005 ein Höhepunkt der Messe die Verleihung des Filmkunstmessepreises. In Absprache mit dem Filmverleih werden ausgewählte Filme dem doch unvoreingenommenen Publikum vorgestellt, die ihren Favoriten benennen. Das Preisgeld wird seit 2007 von Messedruck gestiftet und dem Gewinner des Lieblingsfilms noch in der gleichen Nacht übergeben. Die finanzielle Unterstützung kommt dem Verleih des Siegerfilmes und damit der Promotion des Filmes zugute. Und die ist bei der kaum überschaubaren Menge an Kinofilmen mehr als notwendig. „Denn wie sollen die Leute Filme gucken, von denen sie nicht einmal wissen, dass es sie gibt?“, fragt Eva Matlok, Geschäftsführerin der AG Kino Gilde in Berlin. Gemeinsam mit Burkhard Voiges, dem Disponenten der Hackeschen Höfe Kinos in Berlin, brachte sie im Jahr 2000 das Projekt „Filmkunstmesse“ ins Rollen. „Wir wollten den Austausch zwischen Verleihern und Kinobetreibern verbessern, um Arthouse-Filme marktkompatibler zu machen“, sagt sie. „Eine wichtige Voraussetzung, wenn man gegen die Multiplexe bestehen will.“ Heute, zehn Jahre später, gehört die Filmkunstmesse zu den festen Größen der Leipziger Kinolandschaft. Rund 1.000 akkreditierte Kinomacher und Brancheninterne kommen jährlich nach Leipzig, 4.000 Zuschauer besuchen die öffentlichen Vorstellungen. Stars bringen Glamour nach LE. 2004 erhielt hier Fatih Akin für „Gegen die Wand“ den Kinopreis der AG Kino. Florian Henckel von Donnersmarck stellte dem Leipziger Publikum „Das Leben der Anderen“ höchstpersönlich vor. Wim Wenders besuchte mehrmals die Messestadt. Doch aller Anfang war schwer. Am 10. September 2001 startet die erste Filmkunstmesse, ein Tag später fliegen zwei Flugzeuge in das World Trade Center. „Plötzlich saßen alle im Hotelzimmer und sahen sich die Bilder von den brennenden Türmen an“, erinnert sich Eva Matlok. „Nur ins Kino kam keiner.“ Doch die Veranstalter bleiben standhaft. Auch der Standort Leipzig ist eine bewusste Entscheidung. Denn Programmkinos gehören im Osten eher zur aussterbenden Art. Vom 13. bis 18. September aber wurden hier - wie jedes Jahr - Filme gefeiert.