Mit der Gründung der „Graphischen Druckanstalt“ Günther, Kirstein & Wendler 1906 wird das Fundament der heutigen
Messedruck Leipzig GmbH gelegt.
Das junge Unternehmen bediente als mittelständischer Betrieb andere Nachfragen als große Leipziger Druckereien
wie Brockhaus, Spamer und Drugulin – und machte mit seinem Gestaltungsstil früh von sich reden. Bereits 1910
wird der Graphischen Druckanstalt auf der Weltausstellung das „Diplome d’Honneur“ und vier Jahre später die
höchste Auszeichnung der Bugra-Weltausstellung „Königlich-Sächsischer Staatspreis“ verliehen.
Mit dem Tod Herbert Günthers im Jahr 1967 übernimmt seine Ehefrau Doris die Firmenleitung. Erst als das Unternehmen
1981 der Druckerei „Hermann Duncker“ unterstellt wird, verlässt sie den Betrieb. Mit der Deutschen Einheit stellt
Doris Günther einen Antrag auf Rückgabe der Druckerei. Noch im selben Jahr erfolgt die Reprivatisierung und damit
die Überführung in die Messedruck Leipzig GmbH. Im Jahr 1997 nimmt Doris Günther das Bundesverdienstkreuz als
„älteste Jungunternehmerin Sachsens“ entgegen und als sie 2001 im Alter von 82 Jahren aus der Messedruck Leipzig GmbH
ausscheidet, hinterlässt sie 65 Mitarbeiter und eine der modernsten Leipziger Druckereien.